Meerkat

(Pre-Artikel-Info: dieser Beitrag wurde 3 Wochen vor dem Periscope-Launch geschrieben.) Am Wochenende ist’s rund gegangen für die App „Meerkat„. Auf der einen Seite im Dauereinsatz auf der #sxsw (South by Southwest – DIE Konferenz für Musik, Film und interaktive Medien in Texas) und auf der anderen Seite ein Dämpfer durch Twitter, denn die wichtigen Follower-Informationen wurden gekappt. Warum, wieso, weshalb und was ist Meerkat überhaupt?

Meerkat (Erdmännchen)
Meerkat ist eine iOs App, die nach 2 Wochen ca. 120.000 Nutzer hat (nach diesem Wochenende eher mehr) und über die man Videocontent live übertragen kann – und zwar sehr einfach. Livestream Apps & Services gab es in der Vergangenheit natürlich schon viele, aber nun wird die Übertragung über Twitter gestreamt und bietet auch sehr nette interaktive Features (likes, comments & co.) plus lässiges Design.

So sieht das in der Praxis aus: jemand startet einen Stream, man sieht den Link dazu auf Twitter. Bei Klick darauf, öffnet sich die App und startet den Stream – schon ist man live mitten im Geschehen. Ich finde die App supercool und praktisch. Ob das Veranstalter von nicht techaffinen Events genauso sehen, wenn ihr Content ungefragt an die Twitter-Gemeinde übertragen wird, wird sich weisen ;-)

meerkat-screenshot-coolhunting

Erste Unternehmen sind natürlich schon auf den aktuellen Live Streaming Zug aufgesprungen: heute hab ich zB schon einen Red Bull Double Pipe Bewerb über Meerkat verfolgen können:


Twitter & Meerkat

Wie im Intro erwähnt, gab es am Wochenende einen größeren Dämpfer für Meerkat: Twitter schränkt nämlich die Verbreitungsfunktion der Streams deutlich ein. User, die sich für Meerkat registrieren, können ihre Twitter-Follower nicht automatisch mit ihrem Meerkat-Account verlinken. Diese Verlinkung ist wichtig, da Meerkat User so schon ein Grundpublikum für ihre Streams hätten. Grund für den eingeschränkten Zugang dürfte die Übernahme eines Meerkat-Konkurrenten (Periscope) durch Twitter sein.

Twitter meint dazu:
We are limiting their access to Twitter’s social graph, consistent with our internal policy. Their users will still be able to distribute videos on Twitter and login with their Twitter credentials. (via Wall Street Journal)

Man darf gespannt sein, wie sich die Sache weiterentwickelt. Für alle, die noch mehr Insights dazu lesen wollen: auf Re/Code gibt es ein Interview mit Ben Rubin, dem Gründer von Meerkat.

Update: hier gibt es eine aggregierte Übersicht der aktuellen #meerkat Streams > http://meerkatstreams.com/
Update 2: nach dem Pericsope Launch sieht es für Meerkat natürlich nicht mehr so rosig aus ;-)

 

One thought on “Meerkat

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